Terror in Europa!

Die Europäische Polizeibehörde Europol hat ihren diesjährigen Trend-Report zur Situation des Terrorismus in Europa veröffentlicht. Die 44-seitige Studie ist recht aufschlussreich und zeigt endlich deutlich auf, wie es angesichts der Gefahr durch den islamistischen Terror um unsere Sicherheit bestellt ist. Es sieht nämlich gut aus.
In Europa fanden im Jahr 2006 498 Terroranschläge statt, die von Europol als solche verzeichnet worden sind. Spitzenreiter ist dabei die ETA. Schlusslicht sind die Islamischen Fundamentalisten.
Mit sage und schreibe einem Anschlag.
Die Islamisten haben es zwar hinbekommen eine Internetbauanleitung für eine Benzinbombe zu befolgen, geklappt hat es damit glücklicherweise nicht. Das Ziel, ein Zug der DB, blieb unversehrt, die Presse hatte dennoch viel zu tun, im vergangenen Sommer.
Die Gesamtmenge an Todesopfern durch Terrorattacken beläuft sich auf zwei. Du hast richtig gelesen. Zwei Todesopfer in einem Jahr, in ganz Europa.
Bringt man nun die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen in Relation dazu, beginnt man zu grübeln. Wegen zwei Toten in einem Jahr beginnt unsere Regierungen allmählich den Rechtsstaat außer Kraft zu setzen? Ich meine zwei Tote sind zwei zu viele. Aber ernsthaft: Wenn ich wegen zweier Todesopfer Grundgesetzänderungen beschließen will, so kommt mir das gleichsam unverhältnismäßig vor, als plädierte ich für eine Ausgangssperre bei Regen. Schließlich erhöht Regen die Unfallgefahr und die Bürger haben ein Recht darauf vor Blitzschlägen bewahrt zu werden.
Wolfgang Schäuble geht zu weit. Unsere Regierung geht zu weit. Mit der Dramatisierung unserer Sicherheitslage muss endlich Schluss sein.
Lest diesen Report: [Link]
Denkt an Europol wenn ihr mal wieder hört, wenn selbsternannte Sicherheitsexperten von einer verschärften Bedrohungslage sprechen. Fragt euch, warum dieser Report kein signifikantes Presseecho erzeugte. Und berücksichtigt diese Gedanken bei der nächsten Wahl.

Update:
Zum Thema auch von Mathias Bröckers: Die erfundene Terrorgefahr.