Kunst
Heimataerde bringt eine eigene Pflegeserie.
von -jl- am Apr.27, 2010, unter Kunst, Medien, Musik, werbung
Sicher haben einige die Werbung in den Schattenmagazinen gesehen. Das Kettenhemdindustrial Projekt “Heimataerde” wirbt seit neuestem mit oder für eine Pflegeserie. Ja, ich habe es zunächst auch für einen Witz gehalten, aber seit dem heutigen Tag liegt mir eine Probepackung Heimataerde aus der “Unwesen Beautyrange” vor. Das ist nicht ohne Humor aber zur allgmeinen Überraschung steckt da offenbar ein gewisser Ernst drin. Schließlich wird wohl jeder unterschreiben können, dass die sonnenlichtfeindlichen Szenegänger häufig eine bessere Hautpflege gebrauchen könnten. Bevor ich aber, wie es sicher morgen alle tun werden, darüber sinniere was für einen Sinn es macht Pflegeprodukte unter diesem Label auf den Markt zu bringen, habe ich beschlossen das Produkt einfach mal auszuprobieren und aufzuschreiben was es ist und was es tut.
Das mir vorliegende Päckchen ist offenbar das Kernprodukt der Unwesen Serie und hat nennt sich Heimataerde. Das Zeug kommt in einer 200 Gramm schweren Packung aus tiefschwarzen, teil-lackierten Karton daher. Alleine die Oberfläche der Verpackung fühlt sich wertig und edel an. Auf der Vorderseite ist in lackiertem Prägedruck das Projekt Logo mit dem untoten Kreuzritter aufgebracht. Diese wirklich schicke Verpackung enthält neben einem Begleittext in Deutsch, Latein und Aramäisch (!) eine Papiertüte mit einem braunen Staub, der irgendwie angenehm nach frischer Erde riecht. Die Anleitung sieht vor die “Heimataerde” mit Wasser anzurühren und mit einem Pinsel als Gesichtsmaske aufzutragen. Das probiere ich aus.
Die Erde ist hauchfein und staubtrocken. Mit einer kleinen Menge Wasser vermengt, ergibt sich ein äußerst feiner, geliger Schlamm, den ich wie man auf den Fotos sehen kann, als Maske aufgetragen habe. Die Augenpartie solle man aussparen sagt die Anleitung. Unabhängig jeglicher anderer Wirkung sieht man nach dem auftragen mächtig untot aus. Als Einwirkungsdauer wird der Trocknungsprozess angesetzt. Während der Trocknung beginnt die langsam erstarrende Maske zu spannen, die Haut darunter fühlt sich angenehm kühl an. Nach etwa 15 Minuten wasche ich die mittlerweile trockene Masse mit warmen Wasser vom Gesicht.
In der Tat fühlt sich das gesamte Gesicht nach der Behandlung angenehm sauber an. Ich habe den Eindruck, das die Maske überschüssigen Talg aus den Poren zieht, kleine Unreinheiten waren nach der Behandlung verschwunden. Ich konnte zwar eine leicht trockene Haut feststellen, aber meine Gesicht blieb frei von Rötungen und Reizungen. Inwieweit das jetzt unsterblich macht weiß ich nicht. Ich halte jede Spekulation in dieser Richtung für zweifelhaft und unseriös. Unseriös ist Produkt als solches jedoch nicht. Heimataerde setzt auf natürlichen Ravensburger Lössboden und drückt etwas Altem und Bewährten ein modernes Label auf. Ich bin gespannt auf den Rest der Serie und überlasse jede etwaige Diskussion über “Ausverkauf” und sonstiger Idiotie anderen. Daumen hoch, Ash!
Library of Dust
von jl am Aug.23, 2008, unter Kunst, foto
David Maisel, amerikanischer Fotograf, veröffentlicht gegen Ende dieses Sommers seinen dritten monographischen Bildband “Library of Dust”. Das Projekt führte ihn in die staatlich psychiatrische Heilanstalt von Oregon. Das riesige Haus ist noch in Betrieb, jedoch wurden Teile der riesigen Anlage bereits vor Jahrzehnten stillgelegt. So wurde das Haus bereits für den Film “Einer flog über das Kukucksnest” als Kulisse genutzt und auch Maisel entwickelte dort sein früheres Projekt “Asylum”.
Wenn Menschen ohne Angehörige in diesem Haus starben und niemand für eine ordentliche Bestattung aufkommen konnte, so wurden die Körper in einem Krematorium verbrannt, in nummerierte Kupferhülsen abgefüllt und wie eine fremdartige Munition eingelagert. Diese über 5000 Hülsen, beginnend mit der Nummer “01″, stehen dort bis heute in den Regalen eines Raumes, der von einem Arbeiter “Library of Dust” genannt wurde.
Die Kupferhülsen waren gewissermaße eine schlechte Wahl die Asche zu archivieren, denn das Kupfer begann irgendwann mit der Asche der Verstorbenen zu reagieren. Die chemischen Prozesse ließen über Jahre hinweg Kristalle unglaublicher Farbigkeit entstehen, die jeden der Behälter mit einer einzigartigen Schicht überziehen. Abhängig von der Zusammensetzung der Asche und der Qualität des Behälters entwickelten sich die Oberflächen zu luftbildartigen Strukturen. Zu weissen Gebirgen, erdfarbenden Ebenen und Wüßten, zu Ozeanen Blautönen tief wie der Abgrund und leuchtend wie die Sonne. Diese Bilder, obgleich sie nicht mehr als korodierendes Altmetall abbilden, erhalten einerseits schon durch die Schönheit ihrer Farben, aber im besonderen aufgrund ihrer Historie eine so erschreckende, emotionale Qualität, dass es schwer ist, die Wirkung in einfachen Sätzen zu beschreiben. Auf kompliziertes habe ich keine Lust, also schaut Euch das an.
Konzertbeleuchtung.
von jl am Nov.08, 2007, unter Konzerte, Kunst, Musik, Technik, foto
Egal was mancher über Weiberelectro denken mag: Rotersand ist in meinen Augen eine der, möglicherweise die stärkste Live Kapelle ihres Genres. Der Frontmann tut was er soll, kommuniziert ganz fabelhaft mit seinen Rezipienten undsieht dabei gut aus. Die Band verzichtet weitgehend auf aufgesetztes Posing und wenn die das doch machen, ist es cool. Die haben auch einen wirklich guten Live Keyboarder und Gitaristen, können sogar gut improvisieren und lassen alleine deshalb schon den Großteil der Konkurrenz alt aussehen. Doch obwohl Rotersand ein wie gewohnt gutes Set gespielt hat, am letzten Sonntag im Saint zu Oberhausen, war das gesamte eher enttäuschend. Denn so hat man im Saint erneut einen Trend in der Beleuchtung sehen können, der störend wie verbreitet ist, aber bei diesem Konzert bis zum Exzess ausgelebt wurde: Der Beleuchter verweigert die Band zu beleuchten.
Damit meine ich nun nicht, dass da wer das Licht aus gemacht hat. Nein keinesfalls. Licht war jede Menge da, aber dafür stets an der falschen Stelle. Um das zu präzisieren muss ich ein wenig über physikalische Grundlagen sprechen. Wenn es erwünscht ist, dass ein Objekt in der Dunkelheit sichtbar ist, so ist es notwendig, dass eine Lichtquelle so angebracht wird, dass jenes Objekt Licht in Richtung des Beobachters reflektiert. Was Trivial erscheint, geht offensichtlich über den Horizont mancher Konzertbeleuchter hinaus. So geht der angesprochene Trend dahin, die Personen auf der Bühne von hinten zu beleuchten. Zwar spricht nun nichts dagegen dies zu tun, solange man entweder will dass die jeweilige Person nicht, oder nicht richtig, gesehen werden soll, oder wenn die Beleuchtung von hinten nicht die einzige ist. Trifft beides nicht zu läuft was falsch. Im Saint ist das ziemlich falsch gelaufen, was aber vermutlich nicht am Saint lag, konnte man dort zum Beispiel Haujobb prächtig beleuchtet bewundern. Das Saint ist ein sehr gutes Konzertlokal.
Wie Brutal dieses Art der Beleuchtung ist kann man auf den Bildern sehen. Gun (links) ist nicht unbedingt die Heidi Klum unter den
Musikern, muss aber nicht wirklich versteckt werden. Warum also den Hinterkopf beleuchten? Noch weniger verständlich ist die grüne Arschlampe weiter unten. Das tut nicht not. Beleuchtung von vorne? Fehlanzeige. Etwas Streulicht und die Scanner. Schlimmer noch auf der linken Seite. Krischan wird mit relativer Konsequenz auf einen Scherenschnitt seiner selbst reduziert. Und das obwohl er ein Gesicht hat das man zeigen darf.
Rasc hat es noch am besten. Er darf sich das Gesicht zu Beginn der Show mit Taschenlampen selbst beleuchten. Ansonsten gibt es noch was der gedimmten Tanzflächenbeleuchtung, seitlich, wenn er weit genug vorne steht aber nicht genug davon. Nun stellt sich die Frage wie sowas zu Stande kommt. Ich habe dazu eine Theorie und versuche mich so am Beleuchterprofiling. Ich vermute, die Person die das ganze verbrochen hat, zeichnet sich im besonderen aus durch zwei Eigenschaften. Sie ist egozentrisch und leicht debil. Ich werde meine Vermutung versuchen mit dem letzten Bild, ganz unten auf dieser Seite zu belegen. Auf jenem Bild sieht man, wovon ich vermute, was der Lichtverantwortliche gesehen hat als der Aufbau fertig war und er seine Lampen testete. Als der das gesehen hat, vermute ich, wird der gedacht haben: “Meine Güte! Die Scheinwerfer sehe voll geilokrasso aus, wenn die so den Nebel beleuchten.” Weil er das alles ganz alleine gemacht hat, kommt er sich dann vor wie unser Mann im All und stellt fest dass es gut ist. Weil er nicht so helle ist wie seine Lampen, stellt der dann den Gedankengang ein, bei dem er geklärt hätte, wie das ganze mit der Band auf der Bühne aussieht. Und aufgrund seiner egozentrischen Ader kommt er auch von Grund auf gar nicht zu der Idee, dass seine fantastischen Lampen irgendetwas tun könnten was über ihren Selbstzweck des Leuchtens hinausgeht.
Rotersand ist mit diesem Problem nicht alleine. Zum Beispiel Comichrist habe ich auch mal unter ähnlich suboptimalen Bedingungen gesehen. Da wurde in der Kufa fröhlich das Publikum beleuchtet. Zu dumm, dass diese Leute dazu tendieren zur Bühne zu schauen anstatt sich gegenseitig zu beglotzen.
Daher will ich hier mit einem Appell enden: Liebe Beleuchter, beleuchtet eure Bands. Andere können das auch. Zum Beispiel hier: De/Vision. Der Mann hat einen merkwürdigen Kopf, aber wenigstens sieht man ihn. VNV-Nation beugt vor: Ronan Harris ist durch modernste Lichttechnik sogar sichtbar! Menschen bezahlen Geld um die zu sehen und für die kommen euren Lampen erst an zweiter Stelle. Beleuchtet die Band, nicht euer Ego.
Nine Inch Nails ist unabhängig.
von jl am Oct.09, 2007, unter Kunst, Musik, Politik
Trent Reznor ist sicherlich ein kluger Mann. Das zeigt er, indem er neue Wege geht, nicht nur mit der ungewöhnlichen Kampagne zu seinem Album Year Zero und seiner offensichtlichen und öffentlichen politischen Orientierung, die er über dieses Werk geschickt projiziert. Auch vertrieblich denkt er anders. Anstatt sich abzuschotten und sein Werk gegen “Piraterie” zu schützen gibt er Remix-Kits seiner neuesten Songs frei. Er hinterfragt auch das in letzter Zeit eher kontraproduktive Verhalten seiner Vertreter und tut letztlich etwas wozu anderen der Mut oder die Klugheit fehlt: Er trennt sich von ihnen. Nach Abmahungen des Labels an Fans die sich am Year Zero ARG beteiligen, nach der absurden Preispolitik Universals, das letzte Album im europäischen und asiatischen Markt 3-6€ teurer zu verkaufen als andere Releases, begann Reznor mit weiteren Unmöglichkeiten. Bei einem Konzert in Australien, wo Year Zero für unfassbare 22€ in den Handel kam, rief er die Besucher auf diese Preise nicht zu akzeptieren und sein Album zu stehlen. Der unerträgliche Single Release “Survivalism” der auf absurdeste Weise (Tracklistings beachten!) auf 2 Single CDs, die einzeln zu erwerben sind, zerteilt wurde, dokumentiert den Umgang des Labels mit seinen Stammkunden, den Fans: Diese Leute sollen jeden Mist zu jedem Preis kaufen. Heute zog Reznor schließlich Konsequenzen und erschütterte mit folgendem Post auf nin.com:
“Hello everyone. I’ve waited a LONG time to be able to make the
following announcement: as of right now Nine Inch Nails is a totally
free agent, free of any recording contract with any label. I have
been under recording contracts for 18 years and have watched the
business radically mutate from one thing to something inherently very
different and it gives me great pleasure to be able to finally have a
direct relationship with the audience as I see fit and appropriate.
Look for some announcements in the near future regarding 2008.
Exciting times, indeed.posted by Trent Reznor at 10:45 AM.”
Ob das klug ist, fragt sich da mancher. Ich glaube, das ist es in der Tat. Reznor braucht nicht länger den Dinosaurierhaften Vertriebskanal eines Majors um Musik zu verkaufen. Er braucht nicht deren Rechtsabteilungen um sein Werk zu schützen. Anstatt sich zu verstecken, umarmte er seine wichtigsten Stakeholder, nämlich seine Konsumenten, Anhänger und Fans und gab ihnen einfach was sie wollten. Und genau daher braucht er weder die Vertriebskanäle noch die Werbung, nicht einmal die Vorschüsse die ihm Universal geben könnte, denn er verfügt über eine lebendige Community, an die er sein Werk direkt verkaufen könnte, die, mehr noch, seine künstlerische und politische Vision unterstützt und massives Feedback gibt. Ich hoffe diese Entwicklung Schule macht und sich die große Fische im Markt endlich Gedanken machen müssen wie man seine Kunden zufrieden stellt, anstatt neue Technologien zu entwickeln um tote Pferde zu reiten.
Inselfähigkeiten
von jl am Sep.29, 2007, unter Kunst, Spass, video
Immer wieder stelle ich fest, dass Menschen wahrhaftig absurde Fertigkeiten ihr eigen nennen können. Wenngleich ich bei derartigen Entdeckungen häufig dachte den Gipfel der Nutzlosigkeit erreicht zu haben, wie zum Beispiel beim Becherstapeln oder Penspinning , ist das was ich heute über BoingBoing gefunden habe, ein neuer, alles bisherige übertreffender Gipfel. Was der junge Mann da in seinem Video tut, erscheint schlicht und ergreifend derart übermenschlich, dass man ihn zu den X-Men schicken würde. Schade ist, wenn die Fähigkeit dieses Superhelden derart sinnlos ist: Es geht um das schnelle Stapeln von Würfeln. Nichts weiter. Aber schaut Euch dieses Video an, es ist eine Freude.
Freies EM-Logo.
von jl am Aug.03, 2007, unter Kunst, Spass, commons, werbung
Nach den vielen furchtbaren Rechtsstreitigkeiten bei der Fussball WM, welche die FIFA gegen alle möglichen Organisationen, Firmen und Privatpersonen wegen der Nutzung des offiziellen Logos der WM gefochten hat, haben sich einige Östreicher überlegt, dass dieser ganze UEFA/FIFA Unsinn, der Krieg um die Lizenzen und so weiter doch vermeidbar sein könnte, wenn man die UEFA Logos einfach nicht nutzt. So wurde ein Wettbewerb ausgelobt, in dem über 6000 Leute das beste alternative Logo zur Fußball EM gewählt haben. Dieses Logo darf von jedem kostenlos genutzt und auch kommerziell verwendet werden. Das macht es zwar nicht zum offiziellen Logo, aber zu einer günstigen Alternative um z.B. seinen berichtenden Blog oder sein T-shirt oder was auch immer WM-tauglich zu stylen.
Schade ist, dass die Inhaber des Logos sich nicht dazu durchringen konnten, das Logo in der Tat “Frei wie Freiheit” zu lizensieren oder es unter eine Rechtssicherheit schaffende Lizenz wie die GPL oder eine der Creative Commons Lizenzen zu stellen.
Wie auch immer, amüsant ist es, das ausgerechnet ein kleines, deutsches Büro den Wettbewerb gegen die östreichische Konkurenz gewann, nämlich Fussball-Talente auf Bochum.
So bleibt es abzuwarten inwieweit ein solches alternatives Logo durchsetzungsfähig ist und wo wir es in Zukunft sehen werden. Ich bin ein wenig gespannt.
August Strindberg
von jl am Jun.11, 2007, unter Kunst
August Strindberg war ein Alchimist, ein Maler und vor allem ein naturalistisch, später expressionistisch geprägter Schriftsteller der gekonnt unfassbar deprimierendes produzierte. Erin Bradley und Eun-Ha Paeck fanden das offensichtlich so traurig, dass sie dem 1912 verstorbenen Herrn Strindberg posthum einen Begleiter erschufen, der Strindbergs unerhört deprimierende Tage auf Erden ein wenig erhellen sollte. Und das ist wirklich lustig. Bitte betrachtet folgenden Link: http://www.strindbergandhelium.com/
"Atze Schröder" völlig humorlos.
von jl am May.12, 2007, unter Kunst, Politik
Atze Schröder ist eine Kunstfigur die viele Menschen für komisch halten obwohl sie lediglich einen schlechten Haarschnitt hat und Verhaltensweisen zu Tage trägt die die meisten in ihrer Umgebung nicht dulden würden. Wer mag schon Retrozuhälter? Nun ist das spielen solcher Entsetzlichkeiten nicht ungewöhnlich im Bereich der Komiker, schließlich ist derartiges ein beliebtes Mittel um Kritik zu üben, den Menschen einen Zerrspiegel vorzuhalten oder einfach um ein voyeuristisches Verlangen zum asozialen zu befriedigen.
Was der Mann hinter Atze Schröder nun aber tut ist ganz abgesehen davon ob man seinen Mummenschanz für komisch hält oder nicht eine Frechheit wahrhaftiger Humorlosigkeit. Er lässt durch seine Anwälte Unternehmen und Privatpersonen auffordern Nennungen oder Verweise auf seinen bürgerlichen Namen zu entfernen, weil er der Ansicht ist, das dies seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Eines seiner Klageopfer: Die deutsche Wikipedia.
Für eine Person öffentlichen Interesses, der schließlich seine Brötchen über seine Prominenz verdient ist das in meinen Augen eine Ungeheuerlichkeit. Insbesondere, weil sein Name sehr leicht zu recherchieren ist. “Atze Schröder” ist nämlich eine eingetragene Marke, deren Inhaber hier: https://dpinfo.dpma.de/protect/mar.html dem deutschen Markenamt, herauszufinden ist, indem man “Atze Schröder” in das Suchfeld eingibt.
Vor dem Hintergrund, dass Seiten wie die internet movie database, imdb.com oder die Englische Version der Wikipedia weiterhin wie selbstverständlich den Namen des Darstellers nennen macht diese Sache zu einem doch sehr offenen Geheimnis.
Also, meine lieben Netzbürger. Wenn auch ihr vorher nicht wissen wolltet wie der Schauspieler von “Atze Schröder” heißt. Nun habt ihr einen guten Grund diesen zu recherchieren und euch darüber zu unterhalten. Das können Euch Promianwälte zum Glück noch nicht verbieten.
Der Mursi Stamm
von jl am Apr.24, 2007, unter Kunst, foto
Mir fehlen die Worte. Dieses Bild habe ich über BoinBoing gefunden. Unfassbar. Was soll man da noch sagen?
Vielleicht, dass Frauen des Mursi Stammes mit der Zeit gehen und gut ausgestattet sind. Hoffentlich wird die AK47 nicht zum Sommertrend.
Computerspielen als Kunstform.
von jl am Apr.13, 2007, unter Kunst, Technik
In diesem fabelhaftem Video von Blackshark, einem begeisterten Trackmania Spieler gibt es eine wahrhaftige Unmenge fahrender, fliegender, fallender Pixelautos zu sehen. Das erstellen von kleinen Filmen auf der Basis eines Computerspieles, also sogenannte Machinima, ist nicht neu und nicht immer originell, Blackshark treibt das allerdings auf die Spitze. Die vielen Renderautos sehen aus wie Wellen und Wasserspritzer wenn sie über die Strecke fließen. Es ist kaum vorstellbar dass Aufnahmen aus einem Computerspiel so unfassbar aussehen können.
Die Pracht entstand auch durch Fleißarbeit. Um dieses Video zu erzeugen wurden 1000 Rennen auf der Strecke im laufe von 6 Monaten aufgezeichnet, die Daten mit einem von den Spielentwicklern gestellten Werkzeug in die Spielengine geleitet und gerendert. Blacksharks betagter AMD Athlon XP 2000+ brauchte dafür über 96 Stunden.
Das Video kann man betrachten in hoher Qualität über VUZE und in gewohnter weise bei Youtube. Achtung, für den Download bei VUZE braucht man einen Bittorrent Client wie Azureus
oder µTorrent.

