Authoren Archiv
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von -jl- am Jun.29, 2010, unter Intern, foto
Ein schlankes und schönes Portfolio ersetzt jetzt die bisherigen Fotoseiten auf scherbenreich. Das macht nicht nur alles ein wenig übersichtlicher, es hebt auch Janas Bildarbeiten ein wenig heraus. Das wurde auch Zeit.
Heimataerde bringt eine eigene Pflegeserie.
von -jl- am Apr.27, 2010, unter Kunst, Medien, Musik, werbung
Sicher haben einige die Werbung in den Schattenmagazinen gesehen. Das Kettenhemdindustrial Projekt “Heimataerde” wirbt seit neuestem mit oder für eine Pflegeserie. Ja, ich habe es zunächst auch für einen Witz gehalten, aber seit dem heutigen Tag liegt mir eine Probepackung Heimataerde aus der “Unwesen Beautyrange” vor. Das ist nicht ohne Humor aber zur allgmeinen Überraschung steckt da offenbar ein gewisser Ernst drin. Schließlich wird wohl jeder unterschreiben können, dass die sonnenlichtfeindlichen Szenegänger häufig eine bessere Hautpflege gebrauchen könnten. Bevor ich aber, wie es sicher morgen alle tun werden, darüber sinniere was für einen Sinn es macht Pflegeprodukte unter diesem Label auf den Markt zu bringen, habe ich beschlossen das Produkt einfach mal auszuprobieren und aufzuschreiben was es ist und was es tut.
Das mir vorliegende Päckchen ist offenbar das Kernprodukt der Unwesen Serie und hat nennt sich Heimataerde. Das Zeug kommt in einer 200 Gramm schweren Packung aus tiefschwarzen, teil-lackierten Karton daher. Alleine die Oberfläche der Verpackung fühlt sich wertig und edel an. Auf der Vorderseite ist in lackiertem Prägedruck das Projekt Logo mit dem untoten Kreuzritter aufgebracht. Diese wirklich schicke Verpackung enthält neben einem Begleittext in Deutsch, Latein und Aramäisch (!) eine Papiertüte mit einem braunen Staub, der irgendwie angenehm nach frischer Erde riecht. Die Anleitung sieht vor die “Heimataerde” mit Wasser anzurühren und mit einem Pinsel als Gesichtsmaske aufzutragen. Das probiere ich aus.
Die Erde ist hauchfein und staubtrocken. Mit einer kleinen Menge Wasser vermengt, ergibt sich ein äußerst feiner, geliger Schlamm, den ich wie man auf den Fotos sehen kann, als Maske aufgetragen habe. Die Augenpartie solle man aussparen sagt die Anleitung. Unabhängig jeglicher anderer Wirkung sieht man nach dem auftragen mächtig untot aus. Als Einwirkungsdauer wird der Trocknungsprozess angesetzt. Während der Trocknung beginnt die langsam erstarrende Maske zu spannen, die Haut darunter fühlt sich angenehm kühl an. Nach etwa 15 Minuten wasche ich die mittlerweile trockene Masse mit warmen Wasser vom Gesicht.
In der Tat fühlt sich das gesamte Gesicht nach der Behandlung angenehm sauber an. Ich habe den Eindruck, das die Maske überschüssigen Talg aus den Poren zieht, kleine Unreinheiten waren nach der Behandlung verschwunden. Ich konnte zwar eine leicht trockene Haut feststellen, aber meine Gesicht blieb frei von Rötungen und Reizungen. Inwieweit das jetzt unsterblich macht weiß ich nicht. Ich halte jede Spekulation in dieser Richtung für zweifelhaft und unseriös. Unseriös ist Produkt als solches jedoch nicht. Heimataerde setzt auf natürlichen Ravensburger Lössboden und drückt etwas Altem und Bewährten ein modernes Label auf. Ich bin gespannt auf den Rest der Serie und überlasse jede etwaige Diskussion über “Ausverkauf” und sonstiger Idiotie anderen. Daumen hoch, Ash!
Nicht sperren. Löschen! Jetzt!
von -jl- am May.28, 2009, unter Politik
So, bald ist Europawahl, da darf ich ein wenig politisieren.
Ich bin Gegner der sogenannten Kinderpornosperren, weil ich sie in sich für zweckfremd, wirkungslos, zynisch und die Art der Ausführung des Gesetzes für kaum Verfassungskonform halte. Daher habe ich, wie über 100000 andere Bürger auch, eine Petition gegen dieses Gesetz unterschrieben. Die Idee, ohne einen richterlichen Vorbehalt und ohne öffentliche Kontrolle Webseiten sperren zu können, verwässert die staatliche Gewaltenteilung. Das Gesetz hilft auch den Opfern nicht, ihr Leid wird hinter einer DNS Umleitung versteckt, die Täter werden nicht ihrer gerechten Straft zugeführt. Dass DNS Sperren, wie sie derzeit geplant sind, unfassbar leicht zu umgehen sind, ist für mich dabei nur noch ein widerliches Beiwerk, obwohl das Loggen der Zugriffe auf die Stoppseiten zu anderen ekelhaften Implikationen führt: Während die Gefahr besteht, dass unschuldige Nutzer, die durch einen, in böser Absicht, gesetzten Link gegen ihren Willen auf einer Stopp Seite landen und dort als potentieller Kinderschänder gespeichert werden, navigieren die tatsächlichen Schweine mit einem ausländischen DNS Server an den Stopps vorbei, laden den Schmutz herunter und werden niemals gefunden.
Die unerträgliche Unsinnigkeit des ganzen Unterfanges wird nun aber vom Netz Aktivisten und Künstler Alvar Freude beeindruckend demonstriert, Zitat:
Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europäischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gelöscht.
Mit automatischen Verfahren löscht ein einziger Aktivist innerhalb von 12 Stunden 60 Webauftritte dauerhaft, während Ursula von der Leyen noch mit ihren Internetausdruckerfreunden Unfug diskutiert. Ich erwarte, dass das BKA mehr kann als irgendein Alvar Freude. Ich erwarte, das ein BKA mindestens dasselbe tun kann und nebenbei auch noch die Verantwortlichen finden und fassen kann. Und das bitte ohne von der Politik zur Zensur auf Zuruf ermächtigt zu werden.
Ich schliesse mich in diesem Rahmen der rennomierten Gesellschaft für Informatik an die in ihrer Stellungnahme erklärt:
Die Gesellschaft für Informatik e.V. fordert die Behörden daher nachdrücklich auf, unverzüglich gegen die ihnen bekannten Provider von Kinderpornografie strafrechtlich vorzugehen, die relevanten und behördenbekannten Server stilllegen zu lassen und ebenfalls gegen alle diejenigen strafrechtlich vorzugehen, die kinderpornografische Inhalte gezielt abrufen und tauschen.
Zurück zur Europawahl: Die Internetausdrucker sitzen zu weiten Teilen in der CDU Fraktion. Das muss man nicht wählen.
Frohes Fest.
Elekktroshokk Festival 2008.
von -jl- am May.05, 2009, unter Festival, Musik, video
Zur Vollständigkeit das Video, das ich bereits auf dem Straftanz Myspace profil gepostet habe.
Toilettenpornographie.
von -jl- am Apr.13, 2009, unter Spass, werbung
Das ist mal ein recht auffälliger Name für einen Beitrag. Ja. Toilettenpornographie. Ich meine hier jedoch nicht das Filmen sexueller Handlungen auf dem Klo, sondern das zeigen solcher Aufnahmen auf einer Herrentoilette. Auf einem Großbildschirm hinter den Urinalen. Eine kontraproduktive Sache, sorgt doch die häufig die, dem Konsum solcher Inhalte folgende Erektion, für eine erhebliche Erschwerung der Harnentsorgung. Aber von eben einer solchen Aufführung wurde ich gestern Zeuge und ich kann sagen, dass mich das nachhaltig beeindruckt hat. In der Tat hatte das nichts mit dem Inhalt des Filmes zu tun, der darin Bestand, dass vier Frauen farbenfrohe Gegenstände in ihren Körperöffnungen versenkten. Vielmehr war es die Situation und nicht zuletzt der elektrische Papierhandtuchspender, der das erlebte jener Kategorie von Dingen zuordnete, die mein Kollege Ernst Brecht “wtf!?” nennen würde. Vermute ich.
Ich trete also in diese Toilette und sehe an sechs Urinalen zwei Männer beim verklappen, während drei weitere auf irgendwas warten. Ein Sekunde lang überlegte ich, ob das Ingorieren der Wartenden den Eindruck machte, ich wolle mich vordrängeln, nehme aber dann aber eines der Urinale in Anspruch. Offensichtlich war ich zu beschäftigt über die Nachteile dieser Installation nachzudenken um die Wahrheit zu erkennen. Die technische Schwierigkeit einer angeschwollenen Prostata die den Harnweg erheblich verengt und der daraus resultierende Unsinn eines Pornokinos auf der Toilette beschäftige mich derart, dass ich das Offensichtliche nicht erkannte: Die Drei Männer warteten nicht. Sie schauten den Film. Die Erkenntniss ereilte mich nach dem Händewaschen, als der elektrische Handtuchspender die Werbeanzeige eines Fachhändlers für Anhängerkupplungen in meine nassen Hände ächzte und ich mich fragte, ja, fragen musste: Ist das Werbung oder eine Anleitung? Mit trockenen Händen verliess ich den Raum und trat in eine neue Welt.
Endlich sieht das mal gescheit aus, hier.
von -jl- am Mar.22, 2009, unter Intern
Ich wollte das schon vor neun Wochen tuen, aber besser spät als nie. Ich habe dieser Seite an Wochenende mal eine Frischzellenkur verpasst und eine Menge Balast abgeworfen. Die alte Gallerie war über und ist geschlossen, die Seite sieht ein wenig netter aus und letztlich wurde ein wenig Funktionalität für Jana hinzugefügt. Zukünftig geschieht hier wieder ein wenig mehr, also schön den Feed abonieren und mitfreuen.
